Japanisches Bier

Bier erfreut sich in Japan sehr großer Beliebtheit und ist dort mittlerweile sogar zum beliebtesten alkoholischen Getränk avanciert. Zwar kam Bier erst Mitte des 19. Jahrhunderts nach Japan, heute ist es aus dem Alltag aber nicht mehr wegzudenken. Traditionellere Getränke wie Sake oder Shochu hingegen werden nicht mehr so häufig getrunken.

Japanisches Bier wird vor allem als Lagerbier getrunken. Die Bierflaschen ziert dabei oft der Schriftzug ビール was auf  japanisch Bier bedeuted. Ein “bi- ru” (so die korrekte Aussprache für Lagerbier) bekommt man mittlerweile fast überall und es gibt eine Vielzahl an Unternehmen, die Bier in allen möglichen Geschmacksvarianten und Sorten anbieten. Insgesamt orientiert sich japanisches Bier geschmacklich und vom Typ her an den international bekannten und verbreiteten Biermarken. Mittlerweile bekommt man Bier sogar an Automaten. Diese haben unter Umständen sogar kleine Bierfässer in ihrem Sortiment.

Der Alkoholgehalt bei japanischem Bier beträgt meist rund 5 Prozent. Insgesamt werden Biere in drei Kategorien eingeteilt: Neben dem klassischen “bi- ru” werden noch Biere mit einem geringeren Malzgehalt (weniger als 67 Prozent) hergestellt. Diese bezeichnet man als “Happoushu”, sie sind ebenfalls ebenfalls sehr beliebt. Mittlerweile stellen japanische Brauereien auch nicht- malzhaltige Biere, bestehend beispielsweise aus Sojabohnen, her. Sie werden “Happousei” genannt. Viele japanische Brauereien bieten mittlerweile auch saisonale Biere an. So werden für den Herbst und den Winter beispielsweise Bier mit einem höheren Alkoholgehalt (meist 6 Prozent) hergestellt.Insgesamt gibt es dort neben einigen regionalen Herstellern vier große Unternehmen, die Bier im Inland produzieren. Die beiden Marktführer sind Asahi Breweries und Kirin Brewery Company, diese haben zusammen einen Marktanteil von ca. 70 Prozent und exportieren mittlerweile auch ins Ausland. Biere der Brauereien Santory und Sappo werden ebenfalls sehr häufig getrunken.

In einer Bar bestellt eine japanische Gruppe meist Flaschenbier. Dieses wird zusammen mit kleinen Gläsern serviert und in diesen getrunken. Es fällt positiv auf, wenn man denjenigen aus der Runde nachschenkt, deren Glas etwas leerer ist. Allerdings sollte man dies nicht bei seinem eigenen Glas tun, denn dies ist Sache des Gastgebers oder des Tischnachbarn.

Auch sollte man beachten, dass viele Gastronomiebetriebe bei importiertem Marken nur die offiziell anerkannten Biere verkaufen. Liegt der Malzgehalt hier bei weniger als 67 Prozent, werden diese ebenfalls als “Happoshu” gekennzeichnet.

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